drei frauen geehrt im kampf für die natur
der umweltpreis"trophée de femmes 2021"

 
Die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ hat den Umweltpreis „Trophée de femmes 2021“ an drei Frauen aus Deutschland und der Schweiz verliehen. Sie wurden für ihr außergewöhnliches Engagement im Umwelt- und Naturschutz geehrt. Aufgrund der Corona-Pandemie fand anstelle einer offiziellen Preisverleihung eine persönliche Übergabe direkt an die jeweilige Preisträgerin in kleinem Rahmen im Freien statt. Insgesamt erhielten die Preisträgerinnen Preisgelder in Höhe von 18.000 Euro. Der Umweltpreis „Trophée de femmes“ wurde 2021 im deutschsprachigen Raum bereits zum 18. Mal verliehen.
 

hier stellen wir ihnen die preisträgerinnen des "trophée de femmes 2021" des deutschsprachigen raums vor:
erfolgsgeschichtenvon deutschland bis afrika

 

1. preis: 10.000 euro
angela ziltener, rorschacherberg

Delfinschutz im Roten Meer und Förderung eines nachhaltigen Tourismus: „Care for Dolphins“
Angela Ziltener engagiert sich für den nachhaltigen Schutz der Delfine im Roten Meer. Die Delfine werden vom Massentourismus massiv bedrängt und in ihrer Existenz bedroht. Sie setzt sich seit über 10 Jahren mit ihrer Organisation „Dolphin Watch Alliance“ für einen ökologisch verträglichen Wildtier-Tourismus ein: Konkrete Schutzmaßnahmen sind dabei ebenso ihr Ziel wie auch die Sensibilisierung der Regierung, von Touristen, Reiseanbietern, Bootskapitänen und der lokalen Bevölkerung für die Bedürfnisse der Tiere. 2016 gelang ihr die Einführung des Verhaltenskodex für einen verantwortungsvollen Delfin-Tourismus in Ägypten und 2017 die Einrichtung zweier Meeresschutzzonen im Roten Meer. 
 

2. Preis. 5.000 euro
stephanie fennessy, windhuk/namibia

Schutz der vom Aussterben bedrohten Giraffen in 15 afrikanischen Ländern: „Giraffe Conservation Foundation“
Giraffen sind akut vom Aussterben bedroht. Stephanie Fennessy setzt sich mit ihrer Organisation „Giraffe Conservation Foundation“ für den Schutz von Giraffen in 15 afrikanischen Ländern, auf einer Fläche von über 171.000 qkm, ein. Sie erforscht die bedrohte Art und beteiligt sich an der Entwicklung und Durchführung der nationalen Giraffen-Schutzpläne in der Demokratische Republik Kongo, in Kenia, Niger, Tansania und Uganda. Sie rief den Weltgiraffentag ins Leben, organisiert Giraffen-Umsiedlungen und setzt sich für die Bekämpfung der Wilderei ein. Sie engagiert sich für die Ausbildung von lokalen Wildtier-Ärzten und initiierte das größte Umweltbildungsprogramm für Kinder in Namibia. 
 

3. Preis: 3.000 euro
katja wiese, wiesbaden

Engagement für Dynamischem Agroforst als biodiversitätsfördernde Anbaumethode in Südamerika, Madagaskar und auch in Deutschland
Katja Wiese engagiert sich weltweit in der Anpassung und Verbreitung von „Dynamischem Agroforst“ als umweltfreundliche und nachhaltige Anbaumethode. Nach erfolgreicher Umstellung der konventionellen Landwirtschaft auf „Dynamischen Agroforst“ in Teilen von Honduras, Nicaragua, Madagaskar und Bolivien setzt sich Katja Wiese jetzt für ein ökologisches Umdenken in der industriellen Landwirtschaft in Deutschland ein. So initiierte sie eine Ausbildungsreihe zu „Dynamischem Agroforst“ und legte erste Modellflächen mit Landwirten in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Hessen an. Katja Wiese engagiert sich seit fast 20 Jahren mit ihrer Organisation „Naturefund e.V.“ für mehr Biodiversität.
 
Auch im Jahr 2022 wird der Umweltpreis „Trophée de femmes“ neu ausgeschrieben. Interessierte Frauen können sich bis zum 12. September 2021 bei der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ bewerben.

Mehr unter: www.yves-rocher.de/umweltpreis