der umweltpreis "trophée de femmes 2020"
drei frauen geehrt im kampf für die natur 

 

Erfolgsgeschichten
vom Allgäu bis nach Peru

Die Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ hat den Umweltpreis „Trophée de femmes 2020“ an drei Frauen aus Deutschland verliehen. Sie wurden für ihr außergewöhnliches Engagement im Umwelt- und Naturschutz geehrt. Insgesamt erhielten die Preisträgerinnen Preisgelder in Höhe von 18.000 Euro. Der Umweltpreis „Trophée de femmes“ wurde 2020 im deutschsprachigen Raum bereits zum 17. Mal verliehen.

Hier stellen wir Ihnen die Preisträgerinnen des „Trophée de femmes 2020“ des deutschsprachigen Raums vor:

 

1. Preis: 10.000 Euro
Anke Domaske, Hannover

"Nachhaltigkeits-Engagement: 
Naturfaser aus Non-Food-Milch"
Anke Domaske entwickelte ein Verfahren zur Herstellung einer Naturfaser aus Non-Food-Milch. Alleine in Deutschland entstehen jährlich 2 Millionen Tonnen Milch, die einfach vernichtet werden, weil diese nicht zum Verzehr geeignet ist. Anke Domaske upcycelt 120.000 Liter Non-Food-Milch jährlich für ihre Natur-faser und kompensiert damit 168.000 Kilogramm CO2. Die Naturfaser von Anke Domaske hat den kleinsten CO2-Fußabdruck weltweit und ist zu 100 Prozent kompostierbar. Im Vergleich zu anderen Textilfasern ist sie die Nachhaltigste: Pro Kilo Faser werden nur 2 Liter Wasser verbraucht. Zum Vergleich: Für 1 Kilo Baumwolle werden bis zu 20.000 Liter Wasser benötigt.
 

2. Preis: 5.000 Euro
frauke Fischer, Frankfurt

"Schutz des peruanischen Regenwaldes 
mit Kakao"
Frauke Fischer hat unzählige Projekte im Bereich Biodiversität angestoßen und umgesetzt. Sie engagiert sich jedoch primär für den Schutz und Erhalt des bedrohten Bergregenwalds in Süd-Peru. Zusammen mit einer Bauern-Kooperative setzt sie sich im abgelegenen Urubambatal für den Anbau von Bio-Kakao in 900 ha artenreichen Agroforstsystemen ein, einer nachhaltigen Anbaumethode, die auf Biodiversität setzt. Frauke Fischer entwickelt eine wirtschaftliche Perspektive für die vor Ort in großer Armut lebenden Bauern, indem sie versucht Abnehmer für den Bio-Kakao zu finden. Dadurch wird der Lebensunterhalt der Bauern gesichert und gleichzeitig der Regenwald geschützt.
 

3. Preis: 3.000 Euro
Simone Kern, Argenbühl/ Allgäu

"Einsatz für die heimische Biodiversität: Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten"
Simone Kern engagiert sich seit über 15 Jahren gezielt für die Förderung von Insekten mit einem globalen Projektansatz. Sie hat sich dem Schutz, Erhalt und der Vermehrung von heimischen Kräutern und Wiesen als Nahrungs- und Lebensraum für Insekten verschrieben. Bis heute hat Simone Kern bereits weit über 170.000 m² brachliegende Fläche ökologisch aufgewertet. Und sie sensibilisiert für Biodiversität auf allen Ebenen: von Kommunen, Architekten und Landschaftsplanern bis hin zu Landwirten und Schulen. Dazu klärt sie in Vorträgen und Workshops über die Bedeutung arten-reicher, standortgerechter und heimischer Wiesen auf.